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beauty tools


Im Fokus der Arbeit stehen die chirurgischen Werkzeuge, die bei Schönheitsoperationen Verwendung finden. In einem gewaltvollen, zerstörerischen Akt wird der Körper mittels dieser chirurgischen Geräte zerschnitten, die Haut penetriert, um wiederum, nach dem Prozess der Heilung des Gewebes, eine neue verjüngte Ganzheitlichkeit zu erzeugen. Diese technischen Hilfsmittel faszinieren durch ihren Objektcharakter, der durch die stark vergrößerten Fotografien noch verstärkt wird. Sie sehen „schön“ und „edel“ aus. Hierbei handelt es sich um eine Inszenierung, denn für die Benutzung im Operationsbereich brauchen sie dieses „aufwendige Herausputzen“ nicht. Geht es um die Kaschierung von Horror durch ein ästhetisches Objekt? Genau an diesem Punkt schlägt die Faszination um. Der tatsächliche Einsatz der Gerätschaften rückt in den Blickwinkel. Die Werkzeuge erzählen von Schmerz und Zerstörung.


Die Arbeit „beauty tools“ ist im fotografischen Werkkomplex „Constructing Beauty“ als auch im fotografisch skulpturalen Werk „Explantate“ verankert.


2008, C-Prints, 150 x 90 cm, auf Alu Dibond aufgezogen